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Augen brauchen Abwechslung

Stundenlange Bildschirmarbeit sowie die Nutzung von Smartphones und Tablets verursachen Sehstress und können die Augengesundheit gefährden. Deshalb ist es wichtig seinen Augen Abwechslung und Entspannung zu bieten.

Unsere Sehgewohnheiten haben sich mit zunehmender Nutzung digitaler Medien massiv verändert. In einer vom Brillenglashersteller Essilor in Auftrag gegebenen Studie mit 4000 Teilnehmern aus vier Ländern gaben neun von zehn Personen an, dass sie deutlich mehr Zeit an Bildschirmen verbringen als noch vor zwei Jahren: zum grossen Teil mehr als 4 Stunden pro Tag. Hinzu kommt, dass meist verschiedene Geräte verwendet werden. Smartphone, Tablets und E­ Book-Reader spielen dabei eine immer grössere Rolle und werden bedeutend länger genutzt

Dauerhaftes Nahsehen stresst das Auge
Das menschliche Auge ist für das ununterbrochene Nahsehen nicht gemacht. Augenbrennen, Augenflimmern, trockene Augen, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen sind häufige Folgen, wenn man seinen Augen zu viel Bildschirmarbeit zumutet. Das ständige Scharfstellen der Augen auf die Nähe, auf die kurzen Distanzen zu den Bildschirmen bedeutet Sehstress. Es führt zu visueller Ermüdung und ist ein Risikofaktor für die Entstehung einer Myopie, also Kurzsichtigkeit. Denn wenn sich die Augen an die kurze Entfernung anpassen, fällt es schwer, auch in der Ferne wieder scharf zu sehen. Und das Problem ist keine Frage des Alters. Zwar sollten aus physiologischer Sicht junge Erwachsene weniger an visueller Ermüdung leiden. Jedoch zeigt sich in der Realität, dass rund 74 Prozent der Personen zwischen 18 und 34 Jahren über reduzierten Sehkomfort klagen.

Vorsicht bei Kurzsichtigkeit
Eine breit angelegte Studie japanischer Forscher von der Toho University Shool of Medicine lässt ausserdem den Verdacht zu, dass insbesondere kurzsichtige Patienten, die extrem viel am Computer arbeiten, gefährdet sind an einem Glaukom zu erkranken, auch bekannt als der Grüne Star. Dabei schädigt ein erhöhter Augeninnendruck dauerhaft den Sehnerv mit der möglichen Folge einer Erblindung. Der Grüne Star ist übrigens die weltweit häufigste Ursache für Erblindungen. Besonders tückisch daran ist sein schleichender Krankheitsverlauf, der zunächst unbemerkt beginnt.

Den Augen Entspannung gönnen
Besonders wichtig ist es deshalb, den Augen mit sogenannter Mischarbeit gute Lichtbedingungen und abwechslungsreiche Entfernungen zu bieten. Man sollte bei Bildschirmarbeit grundsätzlich auf die richtige Beleuchtung achten, die Blendungen und Spiegelungen vermeidet. Natürlichem Licht ist der Vorzug zu geben. Bewusstes Blinzeln oder kurzzeitiges Schliessen der Augen beugt trockenen, geröteten Augen vor. Ein Blick in den Raum, aus dem Fenster und in die Ferne sowie regelmässige Pausen helfen, die Augen zu entlasten. Bewegung an frischer Luft oder sportliche Betätigung sind ausserdem sehr empfehlenswert, weil sich dabei die Augen nicht auf Nähe einstellen müssen und sich so gut entspannen können. Der Abstand zum Monitor sollte idealerweise 50 bis 70 Zentimeter betragen. Da das elektrostatische Feld vor dem Bildschirm Rauch und Staubpartikel unmittelbar auf Haut und Augen zurückwirft, lässt man auch das Rauchen besser sein. Augenspezialisten empfehlen zudem Augendruckmessungen ab dem 40. Lebensjahr und spezielle, moderne Brillengläser helfen, die Augen zusätzlich zu entlasten und zu schützen.